Der Radentscheid Bielefeld war eine zivilgesellschaftliche Initiative aus Mitgliedern verschiedener Vereine, Verbände und Einzelpersonen, die sich für eine umfassende Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr in Bielefeld einsetzte. Ziel war es, die Verkehrsplanung der Stadt so zu verändern, dass Radfahren sicherer, komfortabler und alltagstauglicher wird und Menschen jeden Alters zum Umstieg aufs Fahrrad motiviert werden. Dafür wurden unter anderem elf konkrete Forderungen erarbeitet und über 26.000 Unterschriften gesammelt, die in einem Bürgerbegehren an die Stadt übergeben wurden.
Die Initiative organisierte Aktionen, Stellungnahmen und Öffentlichkeitsarbeit zu aktuellen Verkehrsfragen, brachte Bürgeranträge ein und setzte sich für konkrete Infrastrukturmaßnahmen ein – etwa beim Ausbau von Radwegen oder der Attraktivierung von Verkehrsräumen. Auch Veranstaltungen wie Gedenkfahrten für im Straßenverkehr getötete Radfahrende gehörten dazu. Obwohl der Radentscheid heute nicht mehr aktiv ist, hat er Einfluss auf die Diskussion um Radverkehr und Stadtentwicklung in Bielefeld hinterlassen.
